Antrittsbesuch bei Minister Martin ZeilAusschussvorsitzender Ernst Hinsken MdB zu Antrittsbesuch beim Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie Martin Zeil MdL Im Mittelpunkt standen Regionalpolitische Fragen insbesondere Bayern betreffend Einigkeit darüber, dass die regionale Wirtschaftsfähigkeit und Beschäftigung der EU-Strukturpolitik erhalten bleiben muss
In Abfolge will Hinsken den betroffenen Bundesländern einen Besuch abstatten, um mit den Ministerpräsidenten bzw. den Wirtschaftsministern der jeweiligen Länder regionalpolitische Fragen zu besprechen. Schließlich steht u. a. die Neuordnung der EU-Beihilferegelung sowie der Strukturfonds, als auch der Gebietskulisse ab dem Jahr 2013 an.
Wie Hinsken betonte steht aus fachpolitischer Sicht eine grundlegende Neuorientierung bzw. Systemwechsel der EU-Strukturpolitik ins Haus. Dabei wies Hinsken darauf hin, dass er sich bei seinem jüngsten Gespräch mit dem EU-Kommissar für Regionalpolitik Hahn diesbezüglich einig war.
Zeil betonte seinerseits, dass gerade über fundierte regionale Strukturpolitik vieles zu erreichen sei. Sie habe sich in Bayern positiv ausgewirkt und den Wandel insbesondere in Strukturschwachen Gebieten mit ermöglicht, so dass heute bundesweit betrachtet der Freistaat am Besten von allen Bundesländern da steht. Insbesondere im früheren Zonenrandgebiet wäre vieles nicht möglich gewesen, hätte es nicht die Regionale Strukturpolitik gegeben. An einem Strang wollen Hinsken und Zeil ziehen, dass das Ziel "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" der EU-Strukturpolitik erhalten bleibt, schließlich ist Wirtschaftsförderung eines der wichtigsten Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung im ländlichen Raum. Die EU-Strukturpolitik müsse auch künftig allen Regionen zu Gute kommen. Sie darf nicht zu einem reinen Transferinstrument werden. Ziel muss es sein, die Wettbewerbsfähigkeit der EU flächendeckend zu verbessern. Dazu müssen auch die Regionen gefördert werden, die heute schon einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit leisten. Außerdem gibt es in den wirtschaftsstärkeren Regionen auch strukturschwächere Teilräume, die ebenfalls der Unterstützung bedürfen.
Einig waren sich beide, dass zu diesen strukturschwächeren Teilräumen insbesondere die bayerischen Grenzregionen zählen. Diese Räume sind innerhalb Bayerns vom Strukturwandel überdurchschnittlich stark betroffen und konkurrieren mit den benachbarten strukturschwächeren Regionen in der Tschechischen Republik, die über wesentlich bessere Fördermöglichkeiten verfügen, zum einen wegen der besseren Fördermittelausstattung, zum anderen wegen der deutlich höheren beihilferechtlichen Spielräume. Zeil tritt daher dafür ein, dass die Grenzregionen zur Tschechischen Republik als Ausgleich für diese Belastung auch in Zukunft durch EU-Sonderzuweisungen gestärkt werden. Außerdem fordert Bayern einen Abbau des beihilferechtlichen Fördergefälles (Höhe der erlaubten Fördersätze) gerade in diesen Gebieten. Dem pflichtete Hinsken ausnahmslos zu.
Zeil und Hinsken wollen desweiteren, dass die EU-Strukturpolitik auf die EU-2020-Strategie ausgerichtet wird und insbesondere Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung, Forschung, Entwicklung und Innovation unterstützen. StM Zeil: Im Interesse der Kontinuität der Förderung und der Fortführung bewährter Instrumente ist mit Augenmaß vorzugehen. So ist z. B. gerade für die bayerischen Grenzregionen der Erhalt der bewährten einzelbetrieblichen Investitionsförderung unverzichtbar. Hier darf man die Wirtschaft in diesen Regionen nicht durch eine zu starke Einschränkung der Förderfähigkeitskriterien überfordern. Gerade in diesen Punkt bestand große Einigkeit.
Ebenso war man sich darüber einig, dass bei den bundesweit angewandten Indikatoren künftig auch der Demografiefaktor Eingang und Berücksichtigung finden müsse.
Das Bild zeigt von links nach rechts: Dr.-Ing. Frank Messerer , Persönlicher Referent des Staatsministers Ernst Hinsken MdB, Vorsitzender Unterausschuss Regionale Wirtschaftspolitik im Deutschen Bundestag Staatsminister Martin Zeil MdL Ministerialdirigent Dr. Günter Graf, Regionalpolitik, Industrie, Wirtschaftsförderung Ministerialrat Dr. Wolfgang Hübschle, Leiter Referat Regionale Wirtschaftsförderung, EU- Gemeinschaftsinitiative Interreg Dr. Christian Haslbeck, Leiter Referat Strukturpolitische Grundsatzfragen, EU-Strukturpolitik |
|
||
| Seite 1 von 2 | ||



